
Domaine de la Romanée-Conti only produced a limited quantity of the Burgundy due to the end of World War II. AP Photo/Kin Cheung
Eine Flasche Wein für 700.000 Euro. Der 1945er Romanée-Conti, der vor Kurzem bei einer Auktion diesen Preis erzielte, ist natürlich ein Extrembeispiel. Aber er illustriert etwas Wesentliches über den Markt für edle Weine: Knappheit funktioniert. Wein, der nicht mehr existiert, weil er getrunken wurde, kann nicht mehr gekauft werden. Was bleibt, wird wertvoller. Und warum professionelles Weinlager mieten für Schweizer Investoren entscheidend ist.
Das Handelsblatt hat diese Woche mit Henrik Maaß gesprochen, dem Gründer von Liquid Grape und einem der bekanntesten deutschen Weininvestoren. Das Interview lohnt sich für jeden, der Wein nicht nur trinkt, sondern auch als Anlage betrachtet.
Wir haben es gelesen. Und wir haben einiges hinzuzufügen, besonders für Anleger in der Schweiz, die überlegen, wo und wie sie ihre Investitionsweine lagern sollen.
Acht Prozent pro Jahr: Ist das realistisch?
Henrik Maaß sagt ja. Für sorgfältig ausgewählte Weine hält er eine jährliche Rendite von rund acht Prozent für realistisch. Nicht für jeden Wein, nicht ohne Expertise und nicht ohne Geduld. Aber für Investoren, die wissen, was sie kaufen, ist Wein eine ernstzunehmende Anlageklasse.
Die Logik dahinter ist einfach: Prestige-Weine aus Bordeaux oder Burgund werden mit der Zeit knapper, weil Flaschen getrunken werden. Das Angebot sinkt. Die Nachfrage von Sammlern weltweit bleibt konstant oder steigt. Der Preis folgt.
Was Wein ausserdem interessant macht: Im Vergleich zu vielen anderen alternativen Anlagen ist die Volatilität relativ gering. Wein schwankt nicht täglich wie eine Aktie. Er entwickelt sich langsam, berechenbar, über Jahre.
Der Nachteil: Liquidität ist geringer als bei börsennotierten Anlagen. Und Expertise ist unverzichtbar. Wer ein Weinlager mieten und Investitionsweine einlagern möchte, muss verstehen, was er kauft.
Welcher Wein eignet sich als Anlage?
Das ist die entscheidende Frage. Maaß investiert nicht wahllos in teure Flaschen. Er fokussiert auf vier Kriterien:
Erstens renommierte Produzenten. Erste Gewächse aus Bordeaux, grosse Lagen aus Burgund, die besten Produzenten des Piemonts. Weine, die der Markt seit Jahrzehnten kennt und schätzt.
Zweitens aussergewöhnliche Jahrgänge. Nicht jeder Jahrgang reift zu Auktionsware. 2010, 2015 und 2016 in Bordeaux. 2010 und 2015 in Burgund. Jahrgänge, die Kritiker einhellig begeistern.
Drittens bewährte Sekundärmarktnachfrage. Wer kauft diesen Wein in zehn Jahren? Bei Romanée-Conti, Petrus oder Screaming Eagle ist die Antwort klar. Bei unbekannten Produzenten nicht.
Viertens nachweisliche Provenienz und Lagerungsgeschichte. Das ist der Punkt, an dem die meisten privaten Weinanleger in der Schweiz scheitern. Und genau hier wird es für uns relevant: Wer in edle Weine investiert, sollte nicht nur einen Weinkeller mieten, sondern einen mit nachvollziehbaren Lagerungsbedingungen und dokumentiertem Zugang.
Warum die Lagerung über den Erfolg entscheidet
Das Handelsblatt-Interview erwähnt, dass professionelle Weininvestoren ihre Weine in hochgesicherten Profilagerhäusern aufbewahren. In England ist das seit Jahren gängige Praxis. In der Schweiz wird das noch zu wenig genutzt.
Ein 2015er Pétrus, der zehn Jahre lang in einem Haushaltskeller bei schwankenden Temperaturen gelagert wurde, ist bei einer Auktion problematisch. Nicht weil der Wein schlecht ist, sondern weil seine Lagerungsgeschichte nicht lückenlos dokumentiert werden kann. Auktionshäuser wie Christie’s oder Acker Merrall fragen nach der Provenienz. Die Antwort „bei mir zu Hause“ reicht nicht.
Wer in der Schweiz ein Weinlager mieten oder einen Weinkeller mieten möchte, um Investitionsweine einzulagern, braucht deshalb mehr als nur einen klimatisierten Raum. Er braucht einen Partner, der die Lagerungsgeschichte nachvollziehbar macht.
Weinlager mieten oder Weinkeller mieten: Was ist besser für Investoren?
Diese Frage stellen uns Kunden regelmässig. Die ehrliche Antwort: Der Begriff spielt keine Rolle. Was zählt, sind die Bedingungen.
Ob Sie bei uns ein Weinlager mieten, einen Weinkeller mieten oder ein einzelnes Weinfach mieten, in allen unseren Standorten in Zürich, Basel, Luzern, Zug, Winterthur und Bern garantieren wir:
Konstante Temperatur von 12 bis 13.5 Grad das ganze Jahr. Optimale Luftfeuchtigkeit von 65 bis 70 Prozent für gesunde Korken. Erschütterungsfreie Lagerung ohne Kompressoren. 24/7 RFID-Zugang, nur Sie haben Zugang zu Ihrem Abteil. Videoüberwachung rund um die Uhr. Individuelle abgesperrte Lagerabteile. Versicherungsoption verfügbar.
Und das Wichtigste für Investoren: Sie können jederzeit auf Ihre Sammlung zugreifen und den vollständigen Lagerungsverlauf dokumentieren. Das ist die Provenienz, die beim Weiterverkauf den Unterschied macht.
Weinlager mieten in der Schweiz ab CHF 29 pro Monat. Das ist weniger als viele Anleger monatlich an Depotgebühren zahlen, für ein Portfolio das kaum Rendite erzielt.
Wein als Investment ist nie rein finanziell
Das Handelsblatt-Interview schliesst mit einem Gedanken, dem wir vollständig zustimmen: Wein ist nie rein eine Frage der Rendite. Der emotionale und kulturelle Wert spielt immer eine Rolle. Das Prestige eines grossen Burgunders, die Geschichte hinter einem alten Bordeaux, die Vorfreude auf eine Flasche, die man in zwanzig Jahren öffnen wird.
Das macht Wein als Anlage besonders. Man investiert in etwas, das einen kulturellen Wert hat, der unabhängig vom Marktpreis existiert. Die finanzielle Rendite und der menschliche Genuss sind untrennbar.
Wir lagern Weine für Menschen, die beides verstehen.
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